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Künstler

Ernst Wilhelm Nay in der Staatsgalerie Stuttgart

Ernst Wilhelm Nay
19.10.2018 – 3.03.2019

Ernst Wilhelm Nay (1902–1968) gilt als einer der eigenständigsten Vertreter der abstrakten Nachkriegsmalerei. Als junger Künstler noch von den Nazis diffamiert, wurde er nach dem Zweiten Weltkrieg mehrfach auf Biennale- und documenta-Ausstellungen gewürdigt. Unsere Sammlung beherbergt mit über 20 Gemälden und Zeichnungen einen repräsentativen Bestand seiner Arbeiten, von denen eine Auswahl und die Leihgabe eines »Späten Bildes« anlässlich des 50. Todesjahres des Künstlers ab 19. Oktober im Info-Raum ausgestellt werden.

Nays konsequente, in markanten Sequenzen ablaufende Entwicklung stellt immer den »Gestaltwert der Farbe« ins Zentrum. Bis in die 1940er-Jahre ist noch die Nähe zu den Fauves und Ernst Ludwig Kirchners Gegenstandszeichen und heftigem Farbauftrag spürbar. In der Folge treten die gegenständlichen Bezüge immer mehr in den Hintergrund und Nay findet zu seinem ganz besonderen künstlerischen Idiom, das gekennzeichnet ist durch eine rhythmische Verzahnung von farbigen Scheiben (1954–1962). Diese klingen mal in zart modulierten, monochromatischen Fugen zusammen, mal scheint der Bildraum in einem leuchtenden, festlichen Farbfeuerwerk zu explodieren. Nach den »Scheibenbildern« und den folgenden »Augenbildern « wird in den »Späten Bildern« (ab 1965) der sich weitende Bildraum von farbintensiven Wellen und Streifen durchwogt.

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30 - 32
70173 Stuttgart
https://www.staatsgalerie.de/en.html